Jede und jeder von uns hat ein Zuhause und fühlt sich dort auch hoffentlich wohl und geborgen. Dennoch verlassen wir immer wieder unser Haus, unsere Wohnung um zur Arbeit oder/und zum Einkaufen zu gehen. Wir besuchen Freunde und Verwandte und gehen außer Haus zum Gottesdienst, zum Arzt oder zu verschiedenen Freizeitbeschäftigungen. Dies ist uns so lange selbstverständlich und nichts Besonders, solange wir gesund und unternehmungskräftig sind. Wenn aber plötzlich eine Krankheit, die Beschwerden des Alters oder die äußere und innere Einsamkeit kommt, dann sind die eigenen vier Wände oft die einzige Welt in der wir noch leben und uns bewegen können. Und so mancher Kranke fühlt sich „von Gott und der Welt verlassen". Darum ermahnt uns schon die Heilige Schrift, dass wir uns um Kranke und Einsame in unserer Gemeinde sorgen sollen und sie nicht übersehen dürfen.
Im Jakobusbrief heißt es
"Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben."
(Jak.5,14)
So gehört es zur Aufgabe einer christlichen Gemeinde, dass sie sich um ihre Kranken sorgt, für sie betet und sie besucht. Ein besonderer Dienst ist es, wenn das, was viele Kranke vermissen - ihren gewohnten Gottesdienstbesuch - dass dieser Gottesdienst „nach Hause gebracht wird".
