Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Gemeinden von A-Z

Außenansicht der Filialkirche Mariä Heimsuchung in Eckartshausen

Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, Eckartshausen

Unsere Kirche war bis zur Landkreisreform 1972 die einzige Wallfahrtskirche im Landkreis Schweinfurt. Sie ist im spätgotischen Stil erbaut. Als Bauherren gelten die Ritter von Thüngen. Wahrscheinlich waren aber auch noch andere Adelsgeschlechter als Wohltäter beteiligt. Der Chorraum entstand wohl zwischen 1460 und 1467, und ist unter der Regierung des Fürstbischofs Rudolf von Scherenberg vollendet worden. Das Langhaus ist erst später, während der Regierung des Fürstbischofs Lorenz von Bibra (1495-1519) erbaut und um 1500 vollendet worden. Der Turm dürfte laut der am Scheitel der südlichen Schallöffnung außen befindlichen Jahreszahl um 1525 vollendet worden sein. Er steht an der Nordseite des Chores und ist in vier hohe Geschosse mit Gurtgesims aufgeteilt.

Auf der rechten Seite des Langhauses befindet sich der Gnadenaltar mit dem Gnadenbild, einer

PIETA - eine Homage an M. Grünewald

Die Entstehung der Wallfahrt liegt im geschichtlichen Dunkel. Eine Sage in der Dorfbevölkerung erzählt folgendes:

An der Stelle des heutigen Gotteshauses stand ein hohler Apfelbaum. Ein in der Nähe hütender Hirte hörte aus dem Stamm ein klägliches Weinen. Bei näherem Hinsehen fand sich das Bild der Schmerzhaften Muttergottes. Nachdem sich das Bildnis, nach wiederholtem
kirchen eckartshauses inneres 1 verkleinert

Fortbringen zum Pfarrer nach Schleerieth, wieder an der alten Stelle einfand, betrachtete man dieses Vorkommnis als Fingerzeig Gottes, und man beschloss, an dieser Stelle eine Kirche zu bauen. Wahrscheinlich fand bald nach dem Auffinden des Muttergottesbildnisses eine Verehrung desselben durch Gläubige aus der Umgebung. Der erste schriftliche Nachweis über eine Marienwallfahrt in Eckartshausen stammt aus einem Visitationsbericht des Jahres 1576. Bis heute pilgern Gläubige aus der Umgebung in regelmäßigen Abständen, hauptsächlich in den Wallfahrtsmonaten Mai und September, nach Eckartshausen. Den Abschluss der Wallfahrten bildet seit einigen Jahren die Rosenkranzandacht mit Lichterprozession am 03. Oktober.

Unser Patrozinium feiern wir am 2. Juli (Mariä Heimsuchung).

Besonders erwähnenswert ist, dass die Wallfahrtskirche Eckartshausen am
Jakobusweg liegt und außerdem Station des fränkischen Marienweges im Bistum Würzburg ist.

Eckartshausen wurde erstmals 1161 urkundlich erwähnt und liegt 4 km nördlich von Werneck.

Aktuell zählt Eckartshausen 420 Einwohner, davon 353 Katholiken.

Die Aufgaben in unserer Gemeinde sind auf vielen Schultern verteilt. Unsere Kirchenverwaltung besteht aus vier Mitgliedern. Der Pfarrgemeinderat arbeitet gemeinsam mit Schleerieth und Rundelshausen zusammen. Eckartshausen ist darin mit sieben Mitgliedern vertreten. Außerdem haben wir drei neu ausgebildete Gottesdienstbeauftragte, sechs Mesner, vier Kommunionhelfer/in, zwölf Lektor/innen und sieben Ministranten. Weiterhin helfen Ehrenamtliche mit bei der Vorbereitung der Kinderkrippenfeier, beim Blumenschmuck, bei der Kirchenwäsche und beim Reinigen der Kirche.

Während des Jahres haben wir folgende Aktionen:  Rorate im Advent, Adventsnachmittag der Senioren; Kinderkrippenfeier am Heiligen Abend. 

Für die Zukunft wären Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen sehr wünschenswert, damit unser Gemeindeleben im Ort erhalten bleiben kann. Als Teil der Pfarreiengemeinschaft wünschen wir uns eine gute Zusammenarbeit mit den anderen acht Gemeindeteilen.

Außenansicht der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Egenhausen

St. Johannes der Täufer, Egenhausen

1766 wurde das am Jakobusweg liegende Gotteshaus nach Plänen des Hofarchitekten Johannes Michael Fischer, dem Nachfolger von Balthasar Neumann erbaut.

Kirche

Aus vorheriger Zeit blieb nur der dreigeschossige 35 Meter hohe Juliusturm stehen. Die zweigeschossige gegliederte Hauptfassade ist in warmgelben Sandstein ausgeführt. Das obere Mittelfeld ziert die Figur des Guten Hirten mit der Inschrift: „Seht, das Lamm Gottes ist durch seinen Verdienst in Ruhm gesetzt.“ In den seitlichen Nischen stehen der Kirchenpatron Johannes der Täufer und Johannes, der Evangelist. Die Kirchenfassade wurde 1996 komplett restauriert.

Die Weihe des Neuen Altars

am 05.12.2004 durch Bischof Friedhelm Hofmann markierte den Abschlußhöhepunkt der Innenrenovierung. Im Mai 2007 wurde mit Bischof Friedhelm Hofmann 200 Jahre Pfarrei Egenhausen gefeiert.

Unser Friedhof

Der Friedhof steht unter Denkmalschutz und wurde 1962 bei einem Wettbewerb der deutschen Gartenbaugesellschaft als mustergültig im Bundesgebiet mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Für die Grabsteine wird heute noch ausschließlich heimischer Sandstein verwendet. 1998 stand eine Erweiterung des vorhandenen Friedhofes an. In vielerorts nicht mehr aufzutreibender vorbildlicher Eigenleistung der Bevölkerung Egenhausens, wurde die Friedhofserweiterung mit einer Bruchsteinmauer aus heimischem Sandstein eingefriedet.

Unsere Pfarrgemeinde

Von den 620 Einwohnern sind 550 (89 %) katholischen Bekenntnisses. In unserer Pfarrgemeinde sind folgende Gruppen, Verbände, geistlichen Gemeinschaften und Initiativen aktiv: Katholische Arbeiternehmer-Bewegung; Kath. Kindergarten St. Johannes der Täufer; Senioren; Vierzehnheiligen-Bruderschaft Egenhausen; Kath. öffentliche Bücherei; Pfarrband „Stand up“

Für uns wertvoll, typisch und markant, - und unsere Identität beschreibend sind: Guter, bis sehr guter Gottesdienstbesuch an Sonn- und Werktagen! Rosenkranzgebet, Gesang während der Gottesdienste; Hohe Beteiligung beim Sakrament der Beichte; Feierliche und überregional sehenswerte Fronleichnamsprozession an Fronleichnam; Traditionen, wie Trachten zu Erntedank werden erhalten; Flurgang, Markusprozession; Fußwallfahrten nach Eckartshausen sowie nach Vierzehnheiligen; Anbetungen der Heiligen Eucharistie, Kindergottesdienst, Familiengottesdienste mit Pfarrbandbeteiligung; Zusammengehörigkeitsgefühl als Pfarrgemeinde; Soziale Kontakte, …

So liegt unser Dorf

Das lang gestreckte Straßendorf Egenhausen, mit seinen rechts und links mit der Giebelseite zur breiten Dorfstrasse blickenden schmucken, meist zweigeschossigen Häusern liegt am Ende eines flachen Tales, das von der B19 zwischen Geldersheim und Schnackenwerth nach Nordwesten führt.

Unsere Dorfgeschichte

Der Name des Dorfes bedeutet „zu den Häusern des Egino“. Nach alten Chroniken soll um das Jahr 810 der Burgherr der „Alten Burg“ Egino geheißen haben. 890 wird Egenhausen erstmals urkundlich erwähnt, als König Arnulf von Kärnten, damals römisch deutscher Kaiser von 887 - 899 „Eginhusia“ und einige andere Besitzungen dem Kloster Fulda schenkte. Egenhausen dürfte wesentlich älter sein. Am „Steinberg“ wurde ein ca. 4.500 Jahre altes Steinbeil gefunden, so dass in der Jungsteinzeit hier Menschen gesiedelt haben oder zumindest durchgezogen sind.

Außenansicht der Pfarrkirche St. Georg in Eßleben

Die Pfarrkirche St. Georg Eßleben

Am 3. Juni 1810, am 6. Sonntag nach Ostern, wurde die neu erbaute Pfarrkirche St. Georg „benediziert" (gesegnet). Dieses Ereignis jährte sich im Jahr 2010 zum 200. Mal. Mit seinem weithin sichtbaren Turm und seiner gut gegliederten Fassade ist dieses Gotteshaus zum Wahrzeichen des Dorfes geworden. Voll Freude, Dankbarkeit und Stolz auf die Leistung unserer Vorfahren konnten wir das Jubiläum feiern.

Freilich ist dies nicht die erste Kirche in Eßleben. Es wird vermutet, dass schon im Jahre 772, im Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes, eine Eigenkirche vorhanden war. In der Urkunde von 1286 wird ganz selbstverständlich von der „ecclesia parochalis" (Pfarrkirche) gesprochen. Bischof Berthold von Sternberg schenkte damals „iliam ecclesiam parochiatem in Eßleben mit allen Zugehörungen und Zehnten dem Domkapitel. Seitdem hat das Dorf ununterbrochen einen eigenen Pfarrer. Wie die Kirche aussah, wissen wir nicht. Sie hat mehrere Jahrhunderte überstanden.

Im Register der Juliusbauten wird die Kirche als „erhöht und der Turm als neu gebaut" bezeichnet. Der Turm hatte nicht die einfache „Echterhaube", sondern einen „Fünfknopf" d.h. einen Spitzhelm mit 4 Türmachen, den sogenannten Pfefferbüchsen /Bild/ 1620 weihte Eucharius Sang (1597-1620), Weihbischof von Würzburg, die Eßlebener Kirche nach dem Umbau ein.

Im folgenden Jahrhundert häuften sich die Klagen: „Die Kirche ist zu klein. Sie kann die Einwohner bei weitem nicht fassen. Der hintere Giebel und die Seitenwand drohen einzustürzen. Es ist ein Unglück zu beförchten". Der Pfarrer bat 1783 um die Hilfe. Es sollte noch 25 Jahre dauern, bis diese Hilfe kam.

Am 22. Januar 1808 wurde dann „im Namen seiner Kaiserlich – Königlichen Hoheit des Großherzogs Ferdinand (von Toscana), der Neubau der Kirche beschlossen. Im März fand der letzte Gottesdienst in der alten Kirche statt, im April wurde der Grundstein gelegt und im Juni 1810 wurde die Kirche von Pfr. Büchold von Hausen benediziert. Der Gottesdienst wurde während der ganzen Bauzeit in der Zehntscheune gehalten. Die Einwohner von Eßleben und von den Filialorten Opferbaum, Rieden und Mühlhausen mussten Hand- und Spanndienste leisten. Bürgermeister Kaspar Österreicher hat sich um den Bau große Verdienste erworben.

Im Äußern ist die Kirche bis auf den Neubau der Sakristei (1984) unverändert geblieben. Im Inneren hat sie mehrere Wandlungen durchgemacht. Sie war „im Empirestil erbaut und auch die gesamte innere Einrichtung war demnach hergestellt", heißt es in der Handschrift von Hauptlehrer Gerz. Der Empirestil war die unter Napoleon I. in Frankreich ausgebildete Stilrichtung.

Pfr. JohannesHopf führte 1892 / 93 eine große Kirchenrestauration durch. Man wählte den romanischen Stil. Großen Wert legte man auf Dekoration und Ausmalung. So wurde z.B. im Schiff die untere Wandfläche (2,5 m) mit Ölfarbe gestrichen. Die Wände darüber bedeckte ein Muster in mehreren Farben mit reichlich Bordüren und Fransen. Ein neuer Hochaltar, zwei Seitenaltäre, vier Chorfenster mit romanischem Teppichmuster und acht Fenster im Schiff mit Catetralglas, Kanzel, Pieta, Tabernakel, Taufstein und Kommunionbank, Chorgestühl, Beichtstühle und die Orgel wurden neu angeschafft. Leider wurden damals die Altäre im Empire-Stil entfernt und viele Heiligenfiguren zersägt. Sie passten nicht mehr zur neuromanischen Ausstattung.

Der Zustand der Kirche, der Umbruch nach dem II. Weltkrieg und die Liturgische Erneuerung aufgrund der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils verlangten eine Umgestaltung des Gotteshauses. Pfarrer Schüler (1944-1976) machte sich an die schwere Aufgabe. Das Gotteshaus war im Lauf der Zeit stark gedunkelt. Es sollte nun heller, lichter, einfacher und schlichter werden. Altäre, Kanzel und Kommunionbank wurden entfernt. Den Hochaltar gestaltete Bildhauer Martin. Relieftafeln mit modernen Heiligen und ein großes Kreuz zogen den Blick auf sich. Die Figuren für die Nebenaltäre, die Aufnahme Mariens in den Himmel und Joseph, den Arbeiter schuf Bildhauer Hornung Bergtheim. Die moderne Ausführung des Kreuzes über dem Hochaltar fand bei den Gläubigen überwiegend Ablehnung. Es musste überarbeiten werden. Das Gutachten des Landesamtes für Denkmalpflege erachtete den Altaraufbau mit Kreuz und Reliefs künstlerisch sehr gediegen und das Bischöfliche Bauamt bezeichnete die Kirchenrenovierung als gelungen.

Das Bestreben von Pfr. Brandstetter (1976-1988) und des Architekten Schilling war es, die Kirche bei der Restaurierung 1983 / 84 nicht nur reicher und farbiger auszustatten, sondern dem ganzen Kirchenraum – vom Altar bis zur Orgel – eine einheitliche Note zu geben. Die vorhandenen Einrichtungsgegenstände, wie Beichtstühle, das große Kreuz, der Tabernakel, die Altartafeln, der Taufstein, Figuren und Leuchter wurden wiederverwendet, der Aufgang zur Empore wurde neu gestaltet. Von großer Bedeutung war der Bau der neuen unterkellerten Sakristei. Dort konnten die Anlagen für eine Warmluftheizung untergebracht werden. Die Arbeiten gingen zügig voran. Und so konnte Bischof Paul-Werner Scheele am 2. Juni 1985, fast auf den Tag genau 175 Jahre nach der Segnung der Kirche 1810, die Altarweihe vornehmen.

Im Jahr 2005 hat sich die Kirchenverwaltung unter der Leitung vom Kirchenpfleger Herrn Rainer Friedrich entschlossen, die Orgelrenovierung durchzuziehen. Zwei Jahre darauf hat die Firma Lutz aus Feuchwangen die Arbeiten an der Orgel angefangen. Viele verbrauchte Teile wurden durch neue ersetzt. Die Tastatur wurde versetzt und die Orgel wurde verschönert. Am Ende des Sommers 2008 war die neu renovierte Orgel in ganzer „Pracht und Macht" wieder in der Kirche, sodass Bischof Helmut Bauer am 19. September 2008 die Orgel segnen konnte.

Die Einwohner in Eßleben schauen mit Dankbarkeit auf die Vorfahren und sie freuen sich über das schön und einfach gestaltete Gotteshaus.

Außenansicht der Pfarrkirche St. Michael in Ettleben

Die erste Besiedlung Ettlebens erfolgte wahrscheinlich schon in der Jungsteinzeit. Aus der Epoche der Bandkeramiker fand man Siedlungsreste in den Fluren.

Der Ortsname deutet auf die Besiedlung durch die Thüringer im 3./4. Jahrh. nach Chr. – im sogenannten Gotzfeldgau - hin.

838 liest man urkundlich von einer „hettilebaro marcu“, einer Gemarkung, die zum Erbgut des Etto gehörte und an einer karolingischen Straße lag. Damals schenkten die Edelherren Theotrat, Ewih und Witderpf Güter an das Kloster der Hl. Bonifatius in Fulda.

Von einem 1165 verfassten Schriftstück, dessen Original verschollen ist, tauchte 1467 eine Abschrift auf, die von einem Streit des Ettlebener Pfarrers Wetzilo (er war Würzburger Domherr) mit dem Kloster Theres berichtete. Es ging dabei um eine Kapelle in Rheinfeld. Der Würzburger Bischof Herold entschied zwar zugunsten des Klosters Theres, doch die Pfarrechte – d.h. Taufe und Bestattungen – blieben beim Pfarrer von Ettleben.

Nach dieser mittelalterlichen Pfarrorganisation gehörten zu Ettleben 12 weitere Filialen. Von Schraudenbach bis Röthlein, von Egenhausen bis Waigolshausen. Wir wissen davon aus Urkunden über Grundstücksgeschäfte zwischen Domherren (Würzburg) und Klosterherren (Theres). Es war die Zeit, als Kaiser Friedrich Barbarossa herrschte (1152 – 1190) – Würzburg war wichtig – denn 1156 heiratete er dort Beatrix von Burgund. Schweinfurt war zu dieser Zeit „Freie Reichsstadt“.

Die Welt- und die Ortsgeschichte waren eng verknüpft und sind es z.T. noch immer: manchmal mehr - zeitweise weniger. Wir dürfen also davon ausgehen, dass ein Kirchenbau schon immer am heutigen Platz stand. Das Aussehen freilich hat sich oft verändert, denn zu allen Zeiten unterlag auch die Architektur gewissen Modebestrebungen und zwar sowohl im Innern, als auch im Äußeren.

In der Reformationszeit war Ettleben wohl, wie die umliegenden Dörfer, auch kriegsgeplagt. Genaueres wissen wir aber nicht. Luthers Thesen wurden 1517 veröffentlicht. Immer mehr Dörfer lösten sich aus dem Pfarrverband.

1576 wurde das erste Pfarrhaus erbaut. Damals waren in einem Jahr etwa 300 Kommunionkinder vorzubereiten! Das heutige Pfarrhaus stammt aber aus der Zeit von 1736 (Jahrzahl am Türsturz zum Pfarrhauskeller) mit großem Hofraum, Hausgarten und Ställen und einem beachtlich tiefen Keller.

m etwa 1600 entstand der Neubau des Kirchturms mit Echterspitze auf dem quadratischen Turm mit 7,5 Metern Seitenlänge. Aus dieser Zeit stammt noch unser Taufstein.

Sie wird im Beisein von Fürstbischof Julius Echter am 6. Oktober 1613 eingeweiht, zu Ehren des Erzengels Michael.

1645, gegen Ende des 30-jährigen Krieges, wird der Turm am 20. Juni auf Befehl des schwedischen Generals Königsmark ausgebrannt und in den Jahren 1648 bis 1650 wieder aufgebaut mit 3 Glocken. Die Geschichte erzählt, dass die schwedischen Truppen auf ihrem Rückweg durch Werneck zogen, von der dortigen Burg aus beschossen wurden und deshalb Ettleben angegriffen haben.

1710 wurde der Dorfbrunnen gebaut: Kuppeldach und Laterne auf acht kreisförmig angeordneten jonischen Säulen. Er galt als einer der schönsten Brunnen Unterfrankens, wurde aber im 2. Weltkrieg zerstört und nach dem Dorffest 1989 wieder aufgebaut und zwar im Größenverhältnis 7:8.

Ettleben ist seit der Gebietsreform - 30. Juni1972 - einer von 13 Ortsteilen des Marktes Werneck.

Baugeschichtliche Änderungen im Laufe der Epochen

In der Zeit von 1519 bis 1899 war die Form und Größe des Erdgeschosses der Kirche gleich geblieben. In den Aufzeichnungen steht zu lesen, dass der Amtschreiber von Werneck sich in einem Brief an den Fürstbischof Julius Echter über den „höchst baufälligen Turm“ beschwert hat. Am 28. Dezember 1611 erhielt er ein Schreiben aus Würzburg, in dem der Empfang des Kostenvoranschlags „wegen Verlengerung der Kirch“ bestätigt wird. An diese Renovierung erinnern die schon genannten Echterwappen und zwei gotische Spitzbögen an der Nordseite des Langhauses. Unsere Kirche in ihrem barocken Gewand des 18. Jahrhunderts entstand wohl zeitgleich mit der Schnackenwerther – ihrer Filialgemeinde – unter Pfarrer Anton Klüpfel.

Aus dieser Zeit haben sich bis heute in der Kirche erhalten:

  • Die Statue der unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter von 1786 – linker Nebenaltar
  • Michaelsstatue mit Schwert und Waage an der linken Wand
  • Ölbilder des Hl. Johannes von Nepomuk über dem hinteren Seiteneingang und
  • des Hl. Antonius am Emporenaufgang (Rahmen jeweils von 1818)

Nach der Zeit des Barock folgte der Empire-Stil des 19. Jahrhunderts

Die Zeit des Barock verlor ihren Glanz. Die Französische Revolution von 1789 schwappte auch zu uns herüber. Die Säkularisation von 1803, der Untergang des Hochstiftes Würzburg, die Franzosenkriege und vieles andere mehr brachten neue politische und gesellschaftliche Verhältnisse und damit auch ein neues Empfinden. Der Klassizismus, auch Empire-Stil genannt, war eine Abkehr von den überschwänglichen barocken Formen, ein Streben nach stiller Größe und einer gewissen Nüchternheit.

Es verschwanden die alten Grabplatten aus der Kirche – siehe nördl. Außenwand. Das Beinhaus musste der Sakristei weichen. Altäre wurden abgebaut und öffentlich versteigert. Neuanschaffungen wurden getätigt und das Kircheninnere bekam ein neues Aussehen.

  • Der Hochaltar bekommt eine Kreuzigungsgruppe
  • Dazu zwei knieende Engel
  • Kanzel mit Kanzeldeckel, Posaunenengel und Rückwand
  • Ewig-Licht-Ampel
  • Neue Orgel mit 14 Registern – alte nach Hilpertshausen verkauft
  • Kreuzwegbilder neu
  • Emporenbrüstung – ohne Apostelbilder

Erweiterung und Turmneubau 1899 – 1901

Wieder einmal stand eine Erneuerung an – diesmal mit völliger Veränderung des gesamten Dorfplatzes. Im Innern der Kirche musste manches alte Stück weichen: alle drei Altäre, die Kommunionbank und das Chorgestühl. Der Münchner Portrait- und Historienmaler Ludwig Kandler verlieh durch seine Maler- und Stuckarbeiten der Kirche ihr einheitliches Aussehen bis zum heutigen Tag. Von ihm stammen das Deckengemälde - Michael mit dem Engelsturz im Langschiff und Maria Krönung durch die Hl. Dreifaltigkeit im Altarraum (nachempfunden dem spanischen Maler Murillo). Auch gestaltete er die Altarblätter der Seitenaltäre der Hl. Familie und der Herzen Jesu. (allerorts gründeten sich zu dieser Zeit entsprechende Herz-Jesu-Bruderschaften).

Die Apostelbilder des früheren Altars kamen an der unteren Emporenbrüstung zu neuen Ehren. Leider verschwanden die Namen. Von Kandler wurde auch die 14. Station des Kreuzweges neu gemalt.

Mit dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-65) kam die letzte Neuerung der Gotteshauses: Der Volksaltar mit dem Ambo und der Priestersitz, sowie neue Bänke aus Brasilkiefernholz. Den krönenden Abschluss bildete die neue Orgel mit jetzt 16 Registern, eingeweiht am 25. Januar 1976.

Pieta und Kronleuchter von 1902. Besonderheit: Das Reliquiar von 1781.

Außenansicht der Kuratiekirche St. Martin in Mühlhausen

Steine aus dem Abbruch der alten Kirche von Fährbrück bildeten die Grundlage für den Kirchenneubau im Mühlhausen, der in den Jahren 1690 bis 1694 entstanden ist. Der einst wohlproportionierte Kirchenraum ist noch an der erhaltenen Decke im Stil der Renaissance mit geschnitztem Gragbalken und Deckenstuck zu erkennen. Die 1930 vorgenommene Erweiterung war für das Gesamtbild nicht sehr zuträglich. Blickfang sind die Altäre, über deren Herkunft wenig oder nichts bekannt ist. In den Kunstdenkmälern wird von einem Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert gesprochen, von einer Madonna, die von einem Rosenkranz umgeben ist. Dieses Bild hing früher an der rechten Seitenwand und befindet sich heute im Hochaltar. Darüber sehen wir ein Medaillon mit der Krönung Mariens. Der Altar, bis unter die Kirchendecke reichend, hatte früher sicher einen Standort in einer anderen Kirche. Der modern gestaltete Tabernakel wurde bei der jüngsten Kirchenrenovierung aus dem Münchner Kunsthandel erworben. Das in die Chorwand eingelassene frühere Sakramenthaus wurde 1930 vom Würzburger Künstler Joseph Amberg geschaffen. In moderner Formensprache ist hier die Verkündigungsszene dargestellt. Die barocken Seitenaltäre zeigen jüngere Tafelbilder vom Würzburger Peter Geist aus dem Jahr 1865, links sehen wir hl. Sebastian, rechts den hl. Joseph. Es gibt ein Protokollbuch des ehemaligen Frauneklosters Unterzell bei Würzburg. Hier ist der Verkauf zweier Altäre nach Mühlhausen für das Jahr 1721 belegt. Ob es sich um unser Mühlhausen handelt, muss offen bleiben. Der schon angesprochene Peter Geist schuf auch die Kreuzwegstationen im Nazarenerstil 1865.

Augenfällig ist eine Tragmadonna, die als Herzogin von Franken gestaltet ist. Sie wird dem WürzburgerHofbildhauer Johan Peter Wagner zugeschrieben. Die Ähnlichkeit mit einer zweifelsfrei von Wagner stammenden Madonna in Fährbrück ist verblüffend. Der örtlichen Überlieferung zufolge soll sie aus dem Kloster Himmelspforten in Würzburg stammen. Sie dürfte um 1790 geschaffen worden sein. Sie steht auf einem klassizistischen Sockel und einem in edlem Rokokostil um 1750 gefertigten Kredenztisch.

Neben dem linken Seitenaltat ist ein Epitaph in die Wand eingelassen. Es handelt sich um den 1722 verstorbenen Theodor Hubertus Henrici (Heinrich). Er stammte aus dem Geschlecht der Heinriche, die früher hohe Verwaltungsposten als Amtskeller oder Spitalverwalter innehatten. Sie führten im Wappen den Mohr. Dicht dabei steht der wohl von Michael Keller 1694 geschaffene Taufstein. Einer Expertise zufolge handelt es sich bei einem Vortragkreuz über dem Beichtstuhl um ein Kruzifix au spätgotischer Zeit und wäre damit das älteste Ausstattungsstück in der Kirche. Ein weiteres bemerkenswertes Vortragkreuz links neben dem Hochaltar verrät leider nichts über Alter, Herkunft und Künstler. Mühlhausen war immer eine Filiale von Essleben, hatte aber ab 1911 einen eigenen Kaplan und gehört heute zur Pfarreinegemeinschaft St. Sebastian.

Aus dem Buch 'Landkreis Schweinfurt', 'Kunst, Kultur und Geschichte von den Haßbergen bis ins fränkische Weinland'

Mit freundlicher Genehmigung von Karl-Heinz Hennig

Außenansicht der Filialkirche St. Petrus von Alcantara in Rundelshausen

Rundelshausen als kleinster Ort der Gemeinde hat heute 306 Einwohner (Stand 01.06.2017). Davon sind 225 röm.-kath. Christen (Stand Dez.2018). Der Kirchenpatron ist der Hl. Petrus von Alcantara.

Seit dem Jahr 1718 gibt es eine eigene Kirche. Vorher mussten die Einwohner die Kirche in Ettleben nutzen, zu deren Pfarrei sie damals gehörten. Ab 1807 wurde Rundelshausen der damaligen Kuratie Werneck zugewiesen. Seit 1859 gehört man schließlich zur Pfarrei Schleerieth. In diesem Zusammenhang sollte die Kirche so erweitert werden, dass auch die Gläubigen aus Eckartshausen die Kirche besuchen konnten. Die Erweiterung kam quasi einem Neubau gleich, so dass über dem Portal 1860 als Erbauungsjahr eingemeißelt ist.

Das Kirchengebäude hat innen im Laufe der Zeit mehrfach seinen Stil geändert. Nach einem Artilleriebeschuss am Weißen Sonntag 1945, waren erhebliche Baumaßnahmen notwendig, die wesentlich zum heutigen Grundriss mit dem seitlichen Glockenturm aus Stein führten.

Die Kirchenrenovierung 1966/67 führte schließlich, zum heutigen Erscheinungsbild im neuromanischen Stil, mit der schlichten Schönheit und Wärme des heimischen Sandsteins, der innen und außen die Architektur bestimmt.

Altäre, Ambo, Tabernakelstein und der Taufstein aus diesem Element wurden im Laufe der Zeit vom örtlichen Steinmetzbetrieb Katzenberger gefertigt. So entstand eine weit und breit unverwechselbares Gesamtkunstwerk.

Die Kirche ist, einmalig in der Diözese, dem Hl. Petrus von Alcantara geweiht.

Der spanische Mystiker, Bußprediger und franziskanischer Reformer war außerdem geistiger Begleiter der Teresa von Avila und hoher Politiker. Er wurde bei bösartigem Fieber angerufen, die früher in unserer Gegend wiederholt epidemieartig aufgetreten sind. Er ist auch Schutzpatron Brasiliens und der Region um Alcantara. Der Gedenktag des Kirchenpatrones ist der 18.10. Das Kirchenpatrozinium wird immer an dem Sonntag gefeiert, der diesem Termin am nächsten ist. Zu diesem Gottesdienst wird immer ein Priester als Festprediger eingeladen. Im Anschluss an den Gottesdienst wird noch ein Umtrunk auf dem Kirchplatz für die Kirchenbesucher angeboten.

Den Rundelshäusern ist ihr Kirchenpatron wichtig. Das sieht man auch daran, dass 2018 eine 13-köpfige Reisegruppe nach Alcantara in Spanien reiste, um den Geburtsort und einige andere Wirkungsstätten des Pedro, wie er in seiner Heimat genannt wird, zu besuchen.

In der Kirche liegt das Buch "Über die Brücke gehen", Exerzitien im Alltag nach Petrus von Alcantara zur Ausleihe aus.  Hier kann man auch viel über diesen Heiligen erfahren.

Man sieht es nicht und hört es nicht, dass auch unsere Orgel etwas ganz Besonderes ist. Sie spielt auch ohne Organist. Das ist kein Wunder sondern nur technischer Fortschritt, der genutzt werden muss, nachdem der Organist in Ruhestand gegangen ist und kein Nachfolger gefunden werden konnte. Die Lieder werden als Datei eingespielt und können auch von musikalischen Laien abgerufen werden. Jedoch ist es jederzeit möglich, dass ein Organist die Orgel spielt.

Rundelshausen ist im Laufe der Zeit also schon einige „Pfarreiengemeinschaften“ eingegangen, mit Partnern, die heute wieder zusammentreffen. Als Juniorpartner hat man sich an größere angelehnt, ohne jedoch die eigene Identität und Stärke zu verlieren.
Seit Einführung des Pfarrgemeinderates 1968, tagen die Vertreter der Kirchengemeinden Eckartshausen, Schleerieth und Rundelshausen gemeinsam.

Rundelshausen ist auch dafür bekannt, dass es alljährlich am 3. Wochenende im Juli eine zweitätige Fahrradwallfahrt nach Maria Buchen gibt. Auf die Initiative von Otto Kirchner machen sich Pilger seit 2004 aus der Gemeinde und umliegenden Dörfern mit dem Rad auf den Weg zum demca. 65 km bekannten Wallfahrtsort im Spessart.

Im Sommer, normalerweise kurz vor den Ferien, wird der Familiengottesdienst unter freiem Himmel gefeiert. Mit aktiver Beteiligung vieler Gemeindeangehöriger wird der Gottesdienst gestaltet. Danach wird meist ein Weißwurstfrühstück angeboten, dessen Erlös jeweils an einen wohltätigen Zweck gespendet wird.

Nach der „Frühschicht“ in der Fastenzeit oder dem Rorategottesdienst findet immer ein gemeinsames Frühstück, zu dem jeder etwas mitbringt, von Jung und Alt in der alten Schule statt.

Die Sternsinger aus Rundelshausen besuchen seit Jahren nicht nur die Häuser im Ort, sondern ziehen einen Tag vorher schon durch das benachbarte Gewerbegebiet, bringen auch dort den Segen zu den geschäftsleuten und sammeln Geld für die Sternsingeraktion.

Bereits seit 1994 gibt es in der Adventszeit in der alten Schule einen „OASE“-Gottesdienst, der schon seit dieser Zeit immer von Günter Kirchner vorbereitet wird. Genauso lange feiert Pfr. Heribert Kaufmann diesen mit uns. In kleiner lockerer Runde wird gebetet, gesungen, Bibel geteilt oder auch getanzt. Danach gibt es Kuchen und Tee.

Viele Aktionen stärken das Gemeinschaftsgefühl in unserer Pfarrgemeinde. Hierzu zählen beispielsweise der Seniorennachmittag im Advent, Ministrantenspieleabende und -ausflüge, Misereoressen, Sonntagskaffee, Glühweinabende, Schmücken des Osterbrunnens oder auch der Umtrunk nach dem Patroziniumsgottesdienst.

Wir wünschen uns, dass wir auch zukünftig unsere kleinen Besonderheiten erhalten können. Gleichzeitig hoffen wir durch die Pfarreiengemeinschaft neue Impulse und mehr Möglichkeiten für unser Leben zu bekommen.

Außenansicht der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Schleerieth

Die ältesten Unterlagen über die Pfarrei Schleerieth stammen aus den Jahren 1450 – 1464. Im Jahre 1453 wurde Schleerieth als eigene Pfarrei erwähnt, seit 1470 ist in Schleerieth immer ein Pfarrherr gewesen. In dieser Zeit wurde vermutlich auch die erste Kirche gebaut. In den Jahren 1610-1612 wurde der Kirchturm neu gebaut. 1823 wurde ein Kirchenneubau beschlossen, der im Jahr 1862 fertiggestellt wurde.

Die letzte große Kirchenrenovierung fand in den Jahren 1970/1971 statt. Im Jahre 2000 wurde der Kirchturm neu eingedeckt. In den Jahren 2002/3 wurde das Pfarrhaus saniert. 2004 wurde die Orgel renoviert. In den Jahren 2008/9 wurde Dachstuhl und Fassade restauriert und die Kirchentreppe erneuert. 

Der Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Schleerieth sind als Filialen angeschlossen.

Aus diesen Gemeinden bildet sich auch der gemeinsame Pfarrgemeinderat.
Seit Herbst 2008 nehmen auch Vertreter aus Egenhausen und Vasbühl an den Sitzungen teil.

In unserer Pfarrei gibt es z. Zt. 25 Ministrantinnen und Ministranten.

Während des Jahres werden verschiedene Aktivitäten gemeinsam mit Eckartshausen, Rundelshausen, Egenhausen und Vasbühl durch die Pfarrgemeinderäte und die Eltern organisiert.

Nähere Einzelheiten zu diesen Gremien und Gruppierungen erhalten Sie über die Navigation-Seite

Für die Senioren findet jeden Monat ein Seniorennachmittag statt, den Frauen aus den verschiedenen Gruppierungen der Gemeinde gestalten. Hierzu sind auch die Senioren aus Eckartshausen und Rundelshausen eingeladen. In der Vorweihnachtszeit findet ein Seniorennachmittag zusammen mit dem Markt Werneck statt.

Die Katechesen finden bereits jetzt mit allen 9 Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft statt.

Wir hoffen, dass unser kirchliches Leben auch in der Pfarreiengemeinschaft so rege weitergeht. Dazu gehören ein Vorabend- oder Sonntagsgottesdienst, eine Werktagsmesse am Donnerstag, Andachten an hohen Feiertagen, Bußgottesdienste vor Ostern und Weihnachten mit Beichtgelegenheit, der Lichtergottesdienst in der Fastenzeit sowie die Rorate in der Adventszeit, ein Familiengottesdienst, die Feier der Kartage und der Osternacht, der Weiße Sonntag, die Bittprozession nach Eckartshausen, Palmprozession, Flurgang, Fronleichnamsprozession, Umgang am Patrozinium, Friedhofsgang an Allerheiligen und am Dreifaltigkeitssonntag, die Ewige Anbetung und die Christmette.

Für die Zukunft wünschen wir uns die Bewahrung bewährter Traditionen, aber auch Neuerungen, besonders in der Jugendarbeit, sowie ein gleichberechtigtes Miteinander innerhalb der Gemeinschaft.

Zum Ort

hat 444 Einwohner (davon 370 Katholiken) und ist einer von 13 Ortsteilen des Marktes Werneck, wir haben eine Verbandsschule und einen Kindergarten.

Die Renovierungsarbeiten sind abgeschlossen. Am 03. November 2013 fand die Altarweihe statt.

  • St. Petrus von Alcantara, Rundelshausen
  • Mariä Heimsuchung, Eckartshausen
Außenansicht der Pfarrkirche St. Andreas in Schnackenwerth

.. rund um den Kirchberg eine lebendige Gemeinde.

Unsere 260 Jahre alte St.- Andreas - Kirche (renoviert von 1995-1999) steht im Mittelpunkt unseres kirchlichen Lebens. Der Großteil unserer Gemeinde feiert hier regelmäßig die Gottesdienste des Kirchenjahres und unsere ortseigenen Feste. Dabei versuchen wir, aufbauend auf den reichen Schatz unserer Traditionen, mit neuen Elementen die Liturgie ansprechend zu gestalten und sind froh, dass bei uns noch alle Generationen präsent sind und sich aktiv mit einbringen.

Wir sind stolz auf unseren Pfarrer Franz Magerer, der ungeachtet seines Alters von 92 Jahren wie ein guter Hirte seinen Dienst für Gott und unsere Gemeinde verrichtet. Mit seiner aufgeschlossenen Art versteht er es, dass die gute Zusammenarbeit mit den kirchlichen Gremien über die Jahre gewachsen ist und nun Früchte trägt in einem vielseitigen und lebendigen kirchlichen Leben in unserem Dorf.

Um unsere Kirche gruppiert sich eine Gadenanlage, die unter der Federführung des Marktes Werneck und in Mitwirkung mancher Helfer aus dem Dorf in den vergangenen Jahren renoviert wurde. Die Gaden werden für verschiedene Festlichkeiten genutzt, z.B. beim jährlichen Martinszug und vielen anderen Veranstaltungen unserer örtlichen Vereine, die sehr rege tätig sind.

Ein gutes Miteinander von allen örtlichen Vereinen wie beispielsweise Anglern, Eigenheimern, Feuerwehr, Sportverein und Pfarrgemeinde ist uns allen sehr wichtig.

Rund 367 Katholiken bei etwa 420 Einwohnern leben in unserem Dorf, das im Jahr 2015 1000 Jahre alt wird.

Rund 50 Ehrenamtliche in und um die Kirche versehen regelmäßig einen Dienst in der Gemeinde. Dieses Engagement zeigt sich in vielfältiger Art: Neben Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung haben wir mehrere Messner/-innen, Organist/-in, eine aktive Pfarrbücherei, Kirchenreinigerinnen, engagierte Gemeinde-mitglieder bei der Pflege unseres „Käppelles“ und des Priestergrabes. Fast alle Kommunionkinder entscheiden sich für den Ministrantendienst.
Momentan umfasst unsere Gruppe
25 Kinder und Jugendliche.

Wir wollen uns selbstbewusst und offen in die neu entstehende Pfarreiengemeinschaft einbringen, wohl wissend, dass wir immer auch selbst dafür verantwortlich sind, ob auch in Zukunft der Glaube in unserem Dorf noch gelebt wird. Gleichzeitig wollen wir geschwisterlich zusammen arbeiten und über unser Dorf hinaus schauen, damit wir alle gemeinsam die in Zukunft anstehenden Herausforderungen meistern werden und so das Christentum in unserer Heimat neue Wege und Formen finden wird.

Außenansicht der Kuratiekirche St. Jakobus der Ältere in Schraudenbach

Um das Jahr 1420 wurde die erste Kirche von Schraudenbach erbaut. Sie stand an der Stelle, an der die heutige Kirche steht. Schon in dieser Kirche war wie heute, Jakobus der Ältere der Kirchenpatron. Weil die Kirche schon lange viel zu klein war, wurde von Erzbischof von Würzburg am 9. Juni 1721 die Anordnung erlassen, Grundstück für die Friedhofserweiterung und für eine neue, größere Kirche zu kaufen. Aber erst der Pfarrer Ignaz Jakob Gallus (1734 – 1750) trieb den Neubau der Kirche richtig voran. 1747 lag schon ein Kostenvoranschlag über die Erbauung der neuen Filialkiche mit den genauen Kosten für Steinhauer-, Maurer- und Zimmermannsarbeiten sowie für alles benötigte Baumaterial vor. 1750 endlich konnte Johann Müller, Maurermeister in Arnstein, einen Bauplan vorlegen. Dieser Plan wurde auch dem Büro des Baumeisters Balthasar Neumann zur Kenntnis gegeben.

Mit dem Abbruch der alten Kirche begann man am 25. Februar 1751. Schon knapp 6 Wochen später am 5. April 1751 wurde der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Dabei wurden neben verschiedenen Münzen auch eine Flasche besten Sulzfelder Weins vom Jahrgang 1746 zusammen mit einer Probe Schraudenbacher Apfelmostes von 1750 eingemauert. Mit dem Neubau der Kirche sollte nach dem Willen des Bischofs wohl auch ein neuer Kirchenpatron gewählt werden. Zu diesem Zwecke hatte er schon 1746 Reliquien des Kölner Bischofs Martenus ins Dorf treten, was möglicherweise am Widerstand der Dorfbevölkerung gescheitert ist.

Am 18. September 1752 konnte Pfarrer Holzapfel das Turmkreuz weihen. Nach eineinhalb Jahren war der Neubau mit einem Kostenaufwand von 4.000 fränkischen Gulden vollendet. Der Pfarrer von Eßleben, Johannes Georg Fischer, benedizierte die neue Schraudenbacher Kirche mit Zustimmung des Ordinariates am. 12 November 1752. Danach konnten wieder Gottesdienste gefeiert werden. Die bischöfliche Weihe erhielt der Neubau am 9. September 1753 durch den Würzburger Fürstbischof Karl Philipp von Greiffenclau zu Vollradts. Dabei wurden in den Hochaltar neben einer Weiheurkunde auch die Reliquien verschiedener Heiligen eingelassen.

Das Kircheninnere war bei der bischöflichen Weihe wahrscheinlich noch weitgehend leer, oder nur notdürftig mit Teilen der Vorgängerkirche ausgestattet. Das erklärt auch, dass der heutige Hochaltar erst 1787 errichtet wurde. Aus dem neuen Hochaltar der aus Holz gefertigt und dann marmoriert wurde, ragen die Heiligenfiguren vom Kirchenpatron Jakobus der Ältere, sowie die Heiligen Maternus und Gallus hervor. Der Hauptaltar gehört wie der Kirchenbau dem Kunststil des Rokoko an, die Kanzel dagegen der Barockzeit und die Nebenaltäre dem Frühklassizismus. Somit ist die Ausstattung der Schraudenbacher Kirche ein Beispiel für den Übergang vom Barock zum Rokoko, ja bis zum Klassizismus. Stuck und Deckengemälde kamen erst Ende des 19. Jahrhundert hinzu, fügen sich jedoch harmonisch ein.

Vor dem Chor sind zwei pyramidenförmige Seitenaltäre schräg in die Ecken eingepasst. Die vom Würzburger Barockmaler Oswald Onghers 1704 für das Benediktinerkloster St. Stephan in Würzburg gemalten ovalen Altarblätter sind der Blickfang der Altäre. Am rechten Seitenaltar eine Szene aus dem Leben des hl. Benedikt und am linken Seitenaltar die Steinigung des hl. Stephanus, des ersten Märtyrers der Christenheit. Die Altarbauten sind Spätwerke des aus Bad Kissingen stammenden Bildhauers Georg Winterstein. Die Altäre wurden ursprünglich für die Klosterkiche St. Stephan in Würzburg geschaffen. Nach der Säkularisation als das Kloster aufgehoben und die Benediktinermönche vertrieben worden waren, wurden die Altäre 1810 käuflich erworben und in der Schraudenbacher Kirche eingebaut. Die barocke Kanzel stammt aus dem Jahre 1700, ist also älter als der Kirchenbau selbst. Über ihre Herkunft ist nichts bekannt.

Das Deckengemälde zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel, wie die Apostel allesamt den Blick nach oben auf Maria richten, wo die Mutter Jesu von Engeln zu Gottvater getragen wird, der sie mit weit geöffneten Armen empfängt, um sie in den Himmel aufzunehmen. Deckengemälde, Stuckornamente an der Decke und die Stuckrahmenfelder an den Langwänden, kamen erst mit der Renovierung 1897 ins Gotteshaus. Die Entwürfe stammen vom Nürnberger Professor Pillon, der auch das Deckengemälde schuf.

Die ersten Erneuerungen der Kirche im vergangenen Jahrhundert, fanden unter Kaplan Endres statt. Bei der Innen- und Außenrenovierung im Jahre 1929 wurden auch die undichten Zementziegel durch Bieberschwänze ersetzt.

Kurat Göpfert war die treibende Kraft für die Renovierung in den 50er Jahren. Aus dem Jahr 1952 stammt der ersten Schriftverkehr in dem der Schlechte Zustand des Kirchengebäudes dargelegt wird. Weiter wurden die unzumutbaren Bedingungen unter denen die Gottesdienste, in der inzwischen viel zu klein gewordenen Kirche gehalten werden mussten angeprangert. In einem Protokoll vom 31. 12. 1952 steht: Am 29. 12. 1952 war Prälat Kainz von Würzburg mit Herrn Schädel hier und nahm eine Ortbesichtigung der Kirche vor. Knapp 700 Einwohner bedeuten 500 Kirchenbesucher. Vorhanden sind aber nur etwa 200 Plätze, folglich müssen weitere 200 Plätze geschaffen werden. Das war das übereinstimmende Urteil. Gegen eine Erweiterung sprach der nicht vorhandenen Platz, sowie die zu diesem Zeitpunkt fast leere Kirchenkasse. Um letzteres zu verbessern, hatte man im Herbst 1952 eine Getreidesammlung durchgeführt. Der Erlös 1.210,25 DM bildete den Grundstein für einen Kirchbaufond. Spätestens mit Schreiben vom 1. 07. 1953 vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, in dem einer Erweiterung nicht zugestimmt, stattdessen aber ein Kirchenneubau empfohlen wurde, war die Erweiterungsdiskussion vom Tisch. Auch die Pläne die fast den gesamten Emporbereich einnehmende Orgel in einem neu zu errichtenden Anbau über der Sakristei zu verlegen, kamen nicht zum Tragen. Am 15. 03. 1954 fast die Kirchenverwaltung den Beschluss, die Kirche zu renovieren, die Orgel aber unverändert an ihrem alten Platz zu belassen. Ab 30. 06. 1954 begann die dann zügig durchgeführte Innenrenovierung. 1955 folgte die Außenrenovierung, deren Kosten die politische Gemeinde übernahm. Nach vielen Gesprächen war dann endlich 1956 auch eine platzsparende Lösung für die Orgel gefunden, die dann auch schnell durchgeführt, heute noch Bestand hat.

Weniger spektakulär ging die von Pfarrer Ludwig Billmann geplante Innen- und Außenrenovierung im Jahre 1975 für nahezu 90.000 DM über die Bühne. Obwohl der zum Teil angefaulte Fussboden erneuert werden musste, konnte die gesamte Maßnahme in gut vier Monaten erledigt werden.

Die letzte Kompletterneuerung wurde unter dem Pfarrer Ludwig Troll von 1997 bis 1999 durchgeführt. Dabei wurde die Sakristei abgerissen und durch eine Größere ersetzt. Über den Baustein des Neubaus, mit dem sich viele Schraudenbacher bis heute noch nicht anfreunden können, wurde damals sehr viel diskutiert. Letztlich setzte der Architekt, im Einvernehmen mit dem bischöflichen Bauamt, seine Idee vom Neubau doch durch. Nicht nur die Schraudenbacher halten ihre Kirche dennoch für ein Schmuckstück und hoffen, dass es noch vielen Generationen in der heutigen Pracht erhalten bleibt.

Bruno Kuhn

Außenansicht der Pfarrkirche St. Leonhard in Stettbach

Stettbach gehörte früher zur Pfarrei Ettleben und als von dieser 1607 Zeuzleben abgelöst wurde und zu einer eigenen Pfarrei erhoben wurde, wurde Stettbach deren Filialort, 1748 dann Kaplanei. Bis 1728 gab es in Stettbach keine Kirche oder Kapelle und die Toten wurden nach Schraudenbach getragen, der Weg dorthin wurde auch Totenweg genannt.
Wenige Jahre zuvor hatte Stettbach einen eigenen Friedhof erhalten, auf dem unter Pfarrer Gernert (Zeuzleben 1725-1734) die erste Kirche erbaut wurde. Sie wurde 1836 erweitert und später renoviert. Eine ungenügende Fundamentierung aber führte immer wieder zu Rissbildungen, so dass 1930 der Abbruch und ein Neubau an gleicher Stelle beschlossen worden ist. Das 1855 gebaute Pfarrhaus, die Gründung eines Pfarreifonds sowie 6000 Gulden, die Martin Göbel von Geldersheim und seine Ehefrau Gertrud, geborene Pfeuffer aus Stettbach 1809 vermachten, waren der Grundstock zur Errichtung einer Pfarrei. Dies geschah durch bischöfliches Dekret vom 12. September 1855, der Hl.Leonhard wurde unser Schutzpatron und schon im Oktober 1855 kam mit Andreas Engert der erste Pfarrer.

Für Pfarrer Ludwig Döhling (1927-1949) stand der Kirchenneubau an erster Stelle und zusammen mit dem Berliner Architekten Wilhelm Fahlbusch setzte er seine Pläne um. Den letzten Gottesdienst in der alten Kirche feierten die Stettbacher am 3. Mai 1931, die Gemeinde begleitete das Allerheiligste in einer feierlichen Prozession zur Notkirche im Saale Krückel. In Rekordzeit von nur 8 Wochen wurde die neue Kirche errichtet, die feierliche Einweihung durch Bischof Matthias Ehrenfried fand am 27. September 1931 statt. Seitdem haben wir einen Ort, an dem wir uns Zeit nehmen können Gottes Nähe zu spüren, in Sorgen und Nöten um seine Hilfe zu bitten, durch das Gebet Kraft zu finden aber auch in frohen Stunden Gott zu danken.

Viele Pilger auf dem Jakobusweg besuchen unsere Kirche mit drei schönen spätgotischen Figuren aus der Riemenschneiderschule um 1500. Sie stellen die heiligen Bischöfe St.Burkard und St.Bruno sowie den heiligen Laurentius dar. Eine umfangreiche Renovierung der Kirche mit der Umgestaltung des Chorraumes nach den neuen liturgischen Richtlinien geschah 1983. Die Kirche trägt in vielen Bereichen die Handschrift des Vasbühler Künstlers Julian Walter. Auch unsere im Jahr 2007 renovierte Kapelle auf dem Stationsberg lädt zu einem Besuch ein. Unser Friedhof grenzt unmittelbar an das Gotteshaus an.

Seit 1983 ist Pfarrer Hans Martetschläger unser Seelsorger. Wir haben noch viele Werktagsgottesdienste, eine Fahrradwallfahrt nach Fährbrück, Wallfahrten nach Arnstein und Eckartshausen. Stettbach hat heute um die 500 Katholiken.

Außenansicht der Kuratiekirche St. Jakobus der Ältere in Vasbühl

Allgemeine Anmerkung

Die Kirche Sankt Jakobus d.Ä. in Vasbühl liegt (leider) nicht direkt am Jakobusweg! Der hauptsächlich gelaufene Weg führt östlich in ca. 2 km Entfernung an Vasbühl vorbei. Wären da mit Eckartshausen und Schraudenbach nicht zwei ebenso Jakobusweg bezogene Orte, die Wegführung hätte man nach Wiederbelebung des Fränkischen Weges sicherlich über Vasbühl gelegt. Doch so "sparen sich die meisten Pilger oft die 4 km Umweg" - leider! Der ein oder andere Pilger kommt trotzdem in unserer schönen Kirche vorbei.

Zur Kirchengeschichte

Es liegt die Vermutung nahe, dass in Vasbühl bereits um 1400 eine Art Friedhofskapelle am heutigen Platz der Kirche stand. Im Hochaltar der Kirche, welche im Jahre 1930 abgerissen wurde, fand man einen Stein mit der Jahreszahl 1411. 1580 wurde das erste Gotteshaus erwähnt, welches bereits im Jahre 1620 schon wieder so baufällig war, dass der damalige Pfarrer Sebastian Stier sich weigerte dort Gottesdienste abzuhalten. Erst im Jahre 1686 wurde diese Kirche erneuert. Am 8. September 1695 wurde sie feierlich eingeweiht.

Am 4.März 1748 wurde bereits eine „Pfarreiengemeinschaft“ mit Schleerieth gebildet. Da der 1808 erworbene Altar zu groß war wurde der Chorraum auf diesen abgestimmt und vergrößert. Da das Gotteshaus im Laufe der Zeit zu klein wurde, begann man 1929/1930 mit einem Neubau. Nur der Turm hielt dem Abriss stand. 1979 erfolgte eine erste Restaurierung unserer Kirche. Im Jahre 2007 wurde unser Gotteshaus von Grund auf für stattliche 260 T€ erneuert.

Außenansicht der Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere, Waigolshausen

Führungen durch den Kirchenneubau

Am 15. März 2015 erfolgte die feierliche Einweihung unserer neu erbauten Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. Da das Interesse an unserer Kiche groß ist, bieten wir interessierten Gruppen auf Anfrage auch Führungen an. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an einer Führung an das Pfarrbüro, Tel. 09722/7414.

Die Führungen sind kostenfrei, wir bitten jedoch um eine Spende zugunsten unseres Kirchenneubaus.

Außenansicht der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Werneck

Die Wernecker Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist ein Beispiel der nachkonziliaren Architektur zum Ende der 60er Jahre. Sie kann folgendermaßen kurz beschrieben werden: Die Kath. Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ist ein kubischer Flachdachbau über quadratischem Grundriss. Gegen Osten zweifach rund gebuchtete und von raumhohen Buntglasfenstern begleitete Betonscheibe, dieser vorgelagert eine Altarinsel. Im Westen neben dem Foyer eine Werktagskapelle und schalenturmartiger Campanile (Glockenturm). 1965-1967 von Hans Schädel und Friedrich Ebert unter Mitarbeit von Walter Kuntz erbaut. Die Grundsteinlegung der Kirche war am 19. Mai, dem Christi-Himmelfahrts-Tag, des Jahres 1966. Die Planung und Bauleitung hatte das Dombauamt Würzburg übernommen (s.o.). Bauherr war die kath. Kirchenstiftung an deren Spitze Pfarrer August Bauer (1956 – 1978) stand, der maßgeblich den Bau beeinflusste und voranbrachte. Die Planungsphase begann schon 1964. Die alte neugotische Kirche in der Mitte des Ortes, die aus einem alten Fruchtspeicher aus der fürstbischöflichen Zeit hervorging war zu klein geworden und wurde abgerissen, der Turm schließlich 1968 gesprengt.

Der dreiseitige Backsteinquader der neuen Kirche (jede Seite 30 Meter lang und ca. 10 Meter hoch) wurde mit Sandsteinplatten verkleidet, die allerdings nach 60 Jahren entfernt wurden und aus Sicherheitsgründen einem Isolierputz in Sandsteinoptik weichen mussten. Beton, der gängige Baustoff der sechziger Jahre, wurde nur für die zwei Conchen des Altarraumes und für den freistehenden Turm (21 Meter hoch) verwendet.

Da das Schloss von keinem anderen Bauwerk dominiert werden sollte, liegt die Pfarrkirche eher unauffällig, etwas tiefer gesetzt am Rand des Ortes Werneck, am Flüsschen Wern. Zur Bauzeit war die Kirche von Natur und Wasser umgeben und sollte die neue, östlich gelegene Siedlung mit dem Ortskern verbinden. Eine neue Mitte sollte entstehen.

Das Thema Natur/Wasser wurde auch im Innern der Kirche aufgenommen und umgesetzt.

Der Innenraum der Kirche

Betritt man das Innere der Kirche, wird der Blick sofort auf das grün, grau, blau, türkis schimmernde, monumentale Fenster von Prof. Dr. h.c. Johannes Schreiter (geb. 1930 in Annaberg/Buchholz; er lebt in der hessischen Stadt Langen) gelenkt.

Mit einer Gesamtfläche von 150 qm werden die beiden Teile der Glaswand (die aber zusammengehören) durch den Altarbereich voneinander getrennt. Je nach Tageszeit leuchten die Fenster anders und beeindrucken den Betrachter durch ihre Farbigkeit und die abstrakte Formensprache.
Prof. Schreiter beschreibt sein Vorgehen folgendermaßen:
„Die Herausforderung des Mediums Glas besteht für mich darin, hier mit einem Material arbeiten zu können, das eben nicht mehr als Materie in Erscheinung treten muss. Ergo bin ich mit der Hervorbringung von Lichtgestalten befasst: Mein Stoff ist sozusagen die Stofflosigkeit.“

Prof. Schreiter arbeitet also mit farbigem Antikglas (gefertigt in der Glashütte Lamberts, Waldsassen – Ausführung Fa. Wilhelm Derix, Rottweil-Taunusstein), wobei die grün-türkise Hintergrundfläche die Alltagswelt der Menschen symbolisiert, die aber vom Göttlichen (der weißen Randung) schon punktuell durchdrungen ist.

Der Glaskünstler arbeitet auch mit Bleirutenlinien:
„Eine Linie kann rasant oder langsam sein“, so der Künstler, „sie kann suchend, zögernd oder zielstrebig auftreten. Sie kann Umwege machen, unentschlossen daher torkeln, einkreisen, ausschließen, peitschen und streicheln“.
In diesem Sinne zeigt Schreiter in seinen Werken immer wieder ein großes Repertoire an Linienführungen: Sie sind vielfältiger Ausdruck für das Lebendige, für Energien und Kräfte, Sinnbilder für das Freie, für das Unberechenbare oder Bedrohte.

Die blauen Lichtgestalten und Bleiruten sind offen für eigene Deutungen: Sind es Quellen, die sich aus dem Hintergrund ergießen?
Sind es menschliche Gestalten, die ihren Alltag meistern wollen?
Ist es reine Dynamik, Lebendigkeit?

Wenn wir das Natur- und Wasser-Motiv wieder aufgreifen, werden im Zusammenhang mit dem Glasfenster auch die Flechtwerkdecke und die warmen Sandsteinquader an den Wänden bedeutend. 

Mag sein, dass sich der Betrachter im Blick nach oben vorkommt, wie in einem riesigen Binsenkörbchen. Wenn wir dann den biblischen Bezug zu Mose herstellen – er wurde in einem Binsenkörbchen gerettet - so könnte sich auch der Besucher in diesem Gotteshaus geborgen und in Sicherheit fühlen.

 Eine weitere Deutungshilfe der blauen Fensterteile könnte uns die Bibelstelle Joh. 7,38 liefern.
Jesus spricht: „Wer an mich glaubt, aus dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.“

In der Bibel symbolisiert "lebendiges Wasser" oft den Heiligen Geist und die Erlösung, die Jesus bringt.

 Diesen Strom lebendigen Wassers, den Hl. Geist, finden wir auch im zweiten markanten Kunstwerk des Innenraumes wieder: Das Holzmedaillon, eine Collage von Max Walter: Mariä Aufnahme in den Himmel.


Die Hängeskulptur "Mariä Aufnahme in den Himmel"

Der Bildhauer Max Walter (1933 – 2017) aus Vasbühl (einem Gemeindeteil der Marktgemeinde Werenck) hat 1990 dieses beeindruckende Holz-Kunstwerk geschaffen.

Das Thema „Fließendes Wasser/Hl Geist – Lebendigkeit“ hat er in genialer Weise aufgenommen und das Holz in den Farben weiß und gold gefasst.

In drei Ebenen zeigt sich zum einen das Göttliche (oberer Teil),
zum anderen die Menschheit (unterer Teil).
Schließlich im Mittelteil diejenigen, die Teil der Menschheit waren, aus dieser jedoch hervor-, emporgehoben sind - Maria und Jesus.

Dabei ist Jesus als Mittler und Erlöser die Zentralfigur des Kunstwerkes.

Verbunden sind alle Ebenen durch den Geist (goldene Farbe), der aus Gott herausfließt. Wir blicken quasi wie durch ein Schlüsselloch auf das göttliche Heilsgeschehen, in das wir als Betrachter und Adressaten mit einbezogen werden. Der untere Bereich zeigt uns Menschen wie in einem Schiff miteinander verbunden. 

Die beiden Hauptkunstwerke zusammen mit dem Altar bilden also eine tiefgreifende Einheit, die Mensch und Gott substantiell verbinden.

In dieser Gewissheit kann der Besucher die Kirche wieder verlassen, nicht ohne den Blick auf die beiden Schreiter-Fenster über dem Ausgang und dem Zugang zur Sakristei zu wenden:
Hier hat sich nicht die Formensprache, wohl aber die Farbigkeit in Weiß- und Grau-Töne verwandelt (Grisaille).

Der Künstler (und Kirche selbst) will uns hoffnungsvoll und zuversichtlich ins Helle entlassen. Durch Betrachtung, Gottesdienst und Meditation – so die Intention des Künstlers - wird der Mensch verwandelt, er nähert sich der göttlichen Sphäre, die ihn ergreift, ihn durch den göttlichen Geist verändert und lebendig hält.
Das ist die zentrale Botschaft des Kirchenraumes von Mariä Himmelfahrt Werneck.

Alle anderen Ausstattungsgegenstände stammen fast ausnahmslos aus der alten Kirche am Marktplatz und haben aus Traditionsgründen hier ihren Platz gefunden.

Der Besucher kann sich also auf Spurensuche in die Vergangenheit machen und wehmütig oder froh die alten Zeugnisse entdecken. Dazu kann der ausliegende Kirchenführer reiche Anregung geben.

Besonders hingewiesen sei noch auf die Marien-/Anbetungskapelle (mit Glasfenstern des Schweinfurter Künstlers Georg Mai) in der der suchende Beter einen Platz finden und vor der altehrwürdigen Pieta (16. Jahrhundert) seine Anliegen auch in Form einer Opferkerze vorbringen kann.  (Rainer Ziegler)

Außenansicht der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Zeuzleben

Früher befand sich um die Kirche herum ein Friedhof, der von Mauern und Vorratshäusern umgeben war. Der Turm aus dem späten 13. Jh. scheint von außen dreigeschossig, im Innern sind aber fünf Stockwerke vorhanden. In das zweite Geschoß gelangte man früher durch einen Eingang an der Ost-seite (Spitzbogenform), der nur mittels einer Leiter zu erreichen war. Im unteren Bereich sind Schieß-scharten, die auch zur Erhellung des Innenraumes dienten. Im Falle von Angriffen diente der Turm zur Verteidigung. Er war früher viel niedriger. Den „Echterturm", diesen typischen Spitzturm wie er bei vielen fränkischen Kirchen anzutreffen ist, bekam er erst in den Jahren 1600-1602 nach erfolgter Erhöhung „aufgesetzt".

Das sehr kleine Langhaus war ursprünglich in der Mitte des Turmes angebaut. Der Altarraum befand sich im Turm. Es gab nur einen Eingang an der Westseite des Langhauses, das 1602 bei der Erhöhung des Turmes vergrößert wurde. Unter Pfarrer Joh. Adam Holzapfel erfolgte in den Jahren 1753 - 1755 ein weiterer Neubau von Langhaus und Chor wie wir ihn noch heute vorfinden.

Die Konturen der ersten Kirche wurden an der Westseite des Turmes erhalten. Bei einem Witterungs-umschwung kann man manchmal auch die Dachkonturen der zweiten Kirche sehen.

Die Pläne für den Neubau stammten aus dem Büro von Balthasar Neumann (1687-1753). Baumeister war Johann Müller aus Arnstein. Am 14. September 1755 wurde die Kirche von Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim (1755-1779) geweiht.

Kirchenschiff

Nach dem Betreten der Kirche befindet man sich unter der Doppel-Empore mit der „Seuffert-Orgel" von 1744. Die alten Doggen an den Bänken mit dem Akanthusschnitzwerk (um 1715) waren bereits in der Vorgängerkirche.

Über dem Chorbogen ist das Wappen von Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim, das von einem Baldachin und zwei Engeln verziert ist. Es ist eine Arbeit von Antonio Bossi.

Der Hochaltar wurde 1766 von Materno Bossi, Hofstuckateur in Würzburg geschaffen. Von ihm ist auch die Kanzel aus der gleichen Zeit. Das Altarblatt mit der Auferstehung Christi wurde 1767 vermutlich von Hofmaler Joh. Nikolaus Treu angefertigt, der laut Würzburger Hofkalender damals in Würzburg tätig war.

Die Nebenaltäre fertigte 1783 der Zeuzlebener Schreinermeister Valentin Weber unter Hinzuziehung eines Bildhauers der 1784 auch den Tabernakel zum Hauptaltar schuf. Bereits ein Jahr vorher (1782) fertigte er auch die beiden Beichtstühle.

Das Muttergottes-Tragebild wurde 1783 von einem Bildhauer aus Würzburg angefertigt.

Die Stationsbilder wurden 1872 von Maler Krombach aus München geschaffen.

Die Figuren des Hl. Bartholomäus und Hl. Philippus am Hochaltar fertigte 1872-74 ein Nürnberger Bildhauer.

Das gemalte Fenster „Anbetung der Könige" lieferte im Jahre 1886 der Passauer Glasmaler Alexander Sutor. Ein weiteres Fenster, bereits 1885 gestiftet, befand sich gegenüber. Es zeigte den „Opfergang Mariä im Tempel zu Jerusalem". Es wurde im Oktober 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört.

Innenrenovierung

Das jetzige Aussehen des Innenraumes ist das Ergebnis der Innenrenovierung ab Mai 2006. Damals wurde der Fußboden abgetragen und das Langhaus sowie der Chorraum mit Sandsteinplatten neu belegt. Die Bänke wurden neu angefertigt, in den Wänden und im Bankbereich eine Heizung installiert. Das Warmwasser kommt von einer Gemeinschafts-Gasheizung die sich im Keller der neuen Schule befindet und neben der Schule auch das Feuerwehrhaus und die Kirche versorgt. Später sollen noch der Kindergarten und die alte Schule angeschlossen werden. Auch die Innenbeleuchtung wurde erneuert. 
Chorraum

Die Weihe des neuen Altars mit Ambo hat am 19. Januar 2008 Bischof Friedhelm Hofmann vorge-nommen. Ab Dezember 2008 wurde die Orgel restauriert.

Die Türe auf der rechten Seite im Chor führt in die Sakristei, die erst ab September 1993 gebaut wur-de. Bei den Grabungsarbeiten stieß man in etwa 1,50 Meter Tiefe auf den ehemaligen Friedhof, der vermutlich ab 1755 im Abbruchmaterial der alten Kirche angelegt wurde. Die Skelette lagen geordnet in West-Ost Richtung zwischen Steinen und Ziegelresten. Früher war der gesamte Kirchplatz ein Friedhof. Er wurde bis 1810 genutzt, dann wurde er am nordöstlichen Ortsrand neu angelegt.

Die Türe auf der linken Seite des Chores führte früher in die „Läutstube" und Sakristei, die seit dem Kirchenneubau 1755 im Turmuntergeschoß untergebracht waren. Dieser Raum ist vom Chorraum aus nicht mehr zugänglich. Dazu eine Erläuterung:

Seit dem Sakristei-Neubau machte man sich Gedanken, wie man den nun freigewordenen Raum im Turm nutzen könnte. Erst Dezember 2007 begann man im Zuge der Innenrenovierung damit den Turm teilweise auszugraben um zu prüfen, ob sich unter dem mit Erdreich und Bauschutt aufgefüllten Fußboden etwas Erhaltenswertes findet.

Zum Vorschein kamen Reste von Wandmalereien, ein gut erhaltenes Sakramentshäuschen sowie ein Becken mit einem Loch, das früher an der Südseite des Turmes ins Freie führte. Außerdem stellte man fest, dass es mindestens drei Bauphasen gab.

Nun soll der Raum als Andachtsraum hergerichtet werden.

Allgemeines

Die Kirche von Zeuzleben hatte schon seit frühester Zeit ein Geläute mit 3 Glocken.

1911 stiftete Pfarrer Adam Heuler aus Schnackenwerth, gebürtig von Zeuzleben, ein neues, größeres Geläute. Zwei der Glocken wurden im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. 1949 wurden zwei neue Glocken beschafft, die Weihnachten 1949 zum ersten Mal geläutet wurden.

Außenrenovierung ab 1991: Neueindeckung des Turmes mit Schiefer, Neueindeckung von Kirchen-schiff und Chor, wobei wieder elf Dachgauben angebracht wurden, wie sie auf alten Fotografien zu sehen sind. Einbringung einer Ringverankerung und eines begehbaren Holzbodens mit Isolierung. Neuanfertigung des Glockenstuhles mit schwingungsfreier Lagerung der Glocken. Seitlich der Schallöffnungen wurden neue Ziffernblätter angebracht und ein funkgesteuertes Uhrwerk eingebaut. Ausbesserung der Sandsteine an Gebäude, Türen und Treppen. Neuverglasung der Fenster u.s.w.

Roland Bappert

Im Schriftenstand der Kirche finden Sie eine ausführliche Kirchengeschichte (2,50 Euro) oder das kostenlose Faltblatt eines kleinen Kirchenführers.

Unsere Gemeinden